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    Veröffentlicht: 14.06.2019
    DM

    Zwischen Hobby und Perfektion (+Video)


    Michael Wehlte holt den neunten Platz bei der Weltmeisterschaft in Warschau
      ©DENNIS MASLO
      ©DENNIS MASLO
    SANDE/WARSCHAU
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    Michael Wehlte steht zwischen zwei Kabelzügen. Der Blick ist fokussiert nach vorn gerichtet, während er die Griffe mit seinen Händen fest umschließt. „Einen noch“, flüstert er mit einer Mischung aus Anstrengung und Selbstmotivation vor sich hin und holt aus. Die Belastung ist ihm ins Gesicht geschrieben. Seine Muskeln spannen sich an, deutlich wird die Äderung auf seinen Armen sichtbar, als er die Griffe vor seine Brust zieht. Das Training darf für ihn auch nach der Bodybuilding-Weltmeisterschaft nicht vernachlässigt werden. Auch, wenn er die Intensität nun etwas heruntergefahren hat – die schweren Übungen und auch die ungewöhnlichen Essgewohnheiten sind für ihn wie für andere das Fußballspielen – ein geliebtes Hobby.


    Harte Vorbereitung


    Doch diesem geht er mit großem Erfolg nach. Vor einigen Wochen holte der Bodybuilder bei der Deutschen Meisterschaft den ersten Platz und qualifizierte sich dadurch für die Weltmeisterschaft in Warschau. Zusammen mit seiner Teamkollegin Sina-Christin Greis von ProFitness Sande trat er am vergangenen Wochenende beim internationalen Vergleich an und holte dabei den neunten Platz in seiner Gewichtsklasse.

     

     

     Anschließend war die Freude über einen Rang unter den Top-Zehn der Welt natürlich groß. Zumal diesem Erfolg eine intensive Vorbereitung vorausging: „In der letzten Woche vor dem Wettkampf habe ich von tausend Kalorien gelebt und täglich acht Liter Wasser getrunken“, sagt der Bodybuilder mit einem Lächeln. So beeindruckend das wirkt, so selbstverständlich ist das mittlerweile für den 30-Jährigen. „Ich mache das ja nicht zum ersten Mal. Ich kann das ganz gut einschätzen“, sagt er über die Belastungen, die er seinem Körper aussetzt.


    Zurück zum Alltag


    Nun gilt es für ihn jedoch erst einmal wieder, zu seinem üblichen Alltagsrhythmus zurückzukehren. Das bedeutet wieder eine Umstellung der Ernährung auf eine normale Menge an Kalorien. Trotzdem darf das Training nicht vernachlässigt werden und so wird er auch weiterhin regelmäßig im Fitnessstudio seine Muskeln stählen.