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    Veröffentlicht: 09.08.2018
    IME

    „Wollen das Miteinander pflegen“


    Kommodore appelliert an Verständnis der Bürger
    Die Lärmschutzkommission mit Vertretern der Kommunen und der Bundeswehr tagte am Donnerstag beim Taktischen Luftwaffengeschwader 71 Richthofen.   ©INGA MENNEN
    Die Lärmschutzkommission mit Vertretern der Kommunen und der Bundeswehr tagte am Donnerstag beim Taktischen Luftwaffengeschwader 71 Richthofen.   ©INGA MENNEN
    WITTMUNDHAFEN
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    Dass Kai Ohlemacher, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“, die Mittagspause von 12.30 bis 14 Uhr auf 11.30 bis 13 Uhr vorverlegt hat, war auch am Donnerstag Thema der Lärmschutzkommission, zu der sich Vertreter der Bundeswehr und der Kommunen im Casino trafen.


    „Die Bürger verstehen das nicht und haben mich beauftragt, Sie zu bitten, die Mittagspause wieder später zu legen“, sagte Ardorfs Ortsvorsteher Wilhelm Ihnen. „Diese Pause ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, wir halten sie seit Jahren freiwillig ein. Es gibt triftige Gründe dafür, dass wir uns für andere Zeiten entschieden haben“, so der Kommodore. Der Eurofighter, erklärte Ohlemacher, sei technisch weit aus anspruchsvoller als die Phantom F-4F. Um einigermaßen auf Flugstunden zu kommen, wurde die Pause vorverlegt, um Zeit für die Vor- und Nachbereitungen der Flüge zu gewinnen. Schließlich, unterstrich Ohlemacher, versucht das Geschwader stets, auch Nachtflüge zu vermeiden. Ihm liege sehr viel an der Transparenz, betonte der Oberstleutnant, der drauf hinwies, dass in Wittmundhafen 2006 noch 8000 Stunden geflogen wurden. Im vergangenen Jahr waren es gerade mal 1800 Flugstunden. „Wir brauchen diese Stunden, sie sind einer der wichtigsten Bestandteile unseres Auftrages“, so der Kommodore. Das Geschwader sei stets bemüht, die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten. So werde es vermieden, den Flugplatz über Ortschaften anzufliegen oder den Nachbrenner einzuschalten. „Uns liegt sehr an dem guten Miteinander zwischen Geschwader und Bürgern, das wir pflegen wollen“, sagte der Kommodore.


    Den kompletten Bericht lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe.