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    Veröffentlicht: 17.06.2019
    AS

    Spitzenathleten kämpfen beim 37. RVB Halingerland Volkslauf mit Problemen


    Auch Hand-Biker starten
    Der Spaß kam für Sebastian Bambey trotz aller Anstrengungen nicht zu kurz. Er gewann der Halbmaraton-Lauf.    ©JENS SCHIPPER
    Der Spaß kam für Sebastian Bambey trotz aller Anstrengungen nicht zu kurz. Er gewann der Halbmaraton-Lauf.   ©JENS SCHIPPER
    DUNUM
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    Es ist ein verrückter und kurioser Lauftag in Dunum am Sonntag beim 37. RVB Harlingerland Volkslauf gewesen. Das Thermometer knackte schon sehr früh die 20-Grad-Marke womit den Läufern, Hand-Bikern und Walkern schon sehr schnell eine Hitzeschlacht drohte. Der Wind verhalf zwar zu einer frischen Brise doch der aufgewärmte Asphalt war gnadenlos.


    Besonders bei den Ostfriesischen Meisterschaften im Halbmarathon, bei dem 19 Athleten an den Start gingen setzte die Wärme einem Mann enorm zu: Sebastian Bambey, vom Verein Fortuna Logabirum, lief die erste Runde auf der Halbmarathonstrecke noch mit T-Shirt, doch das änderte schon in der Zweiten wechselte er auf Oberkörper frei. „Es war super anstrengend und ich hatte echt stark zu kämpfen mit der Hitze. Ich hab das unterschätzt“, erklärte der Starter in der Klasse M30 Senioren. Doch das war nicht sein einziges Problem an diesem Tag, denn ab Kilometer zwölf plagten ihn zusätzlich noch stechende Schmerzen in der Hüfte. „Diese Beschwerden plagten mich schon während der Vorbereitung, aber kein Arzt konnte mir sagen was die Ursache dafür ist“, erklärt Bambey. Trotz dieser Beeinträchtigungen lief der junge Mann in 1:29:56 Stunden durchs Ziel und gewann damit die Ostfriesische Meisterschaft im Halbmarathon. „Für mich war das Teil der Vorbereitung für den Bremen-Marathon, den ich gerne in 2:50 Stunden laufen möchte“, sagt Bambey und hofft gleichzeitig das es für ihn im Oktober besser laufen wird.


    Nur zwei Minuten später überquerte Tammo Rößing als Zweitplatzierter das Ziel . Doch trotz dieser Platzierung lief es auch für ihn absolut nicht nach Plan. „Mein Lauf war wirklich gar nicht gut. Meine Bestzeit ist zehn Minuten schneller. Ich hatte starke Magenprobleme und musste mich sogar auf der Strecke übergeben. Die angepeilte Zeit von 1:25 Stunden habe ich auch nicht geschafft“, berichtet der U 23-Junior von der Laufgemeinschaft Harlingerland, der sich nicht erklären konnte, was los gewesen war. Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen. Rößing trainiert derzeit für schnelle zehn Kilometer auf der Bahn und den Kölner Halbmarathon.


    Eine etwas andere Art von Pech hatten Siegfried Hiller und Johann Puls. Die beiden Männer gingen bei den 7,5 Kilometer Walking an den Start. Für Johann Puls war es sogar eine Premiere bei einem Walking-Wettbewerb. Zunächst sah es für die beiden gut aus, sie führten das Walking-Feld an, doch dann geschah es. Ein Streckenposten schickte sie bei dem Wendepunkt für den Schülerlauf zurück Richtung Ziel. Da sie dem Posten vertrauten, marschierten die Männer zurück Richtung Start. Dort merkten sie dann, dass dies eine falsch war. „Ich glaube der Streckenposten war total verwirrt und hat das auch zum ersten Mal gemacht“, sagt Hiller und versucht sich die Situation zu erklären. „So habe ich mir meine Premiere nicht vorgestellt“, räumt Puls ein. Beiden ist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, vor allem weil sie in Führung lagen, doch sie geben nicht auf. „Wir starten jetzt nochmal bei den fünf Kilometern walkend und versuchen unser Bestes“, erklärt Hiller vom LT Schafhauser Wald. Am Ende sprang dort für ihn der erste Platz in seiner Altersklasse raus.