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    Veröffentlicht: 06.02.2019
    MH

    Sandabbau in Ardorf – Kritik der Anwohner kommt an


    Bedenken der Kreispolitik
    Die Kritik der Anwohner wird im Wittmunder Kreishaus durchaus gehört.  ©CARSTEN REIMER
    Die Kritik der Anwohner wird im Wittmunder Kreishaus durchaus gehört.  ©CARSTEN REIMER
    WITTMUND/ARDORF
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    Die Sandabbaufläche in Ardorf-Hohebarg soll – wie berichtet – erheblich erweitert werden. Dagegen wehrt sich eine Bürgerinitiative (BI). Im Umweltausschuss des Kreistags appellierte BI-Sprecher Jörg Hinrichs am Mittwoch eindringlich an Politik und Verwaltung, die Bürger beim Widerstand gegen die Erweiterungspläne zu unterstützen.


    Genehmigt ist bisher eine Fläche von 15,5 Hektar mit maximaler Abbautiefe bis 15 Meter. Nun will das Unternehmen Christian Siebels aus Aurich das Areal um acht Hektar erweitern und die Grube auf etwa 30 Meter vertiefen. „Wir befürchten erhebliche Schäden für die Umwelt, aber auch für unsere Gesundheit“, sagte Hinrichs. Er forderte die Kreispolitiker auf, sich eindeutig gegen die Pläne auszusprechen. Kreistagsmitglied Wilhelm Ihnen (CDU), zugleich Ortsvorsteher in Ardorf, unterstützte ihn: „Seit drei Jahrzehnten wird in Ardorf abgebaut – jetzt soll noch mal erweitert werden. Es reicht!“


    Wie die Kreisbehörde berichtete, hat ein Fachinstitut festgestellt, dass es sich um Quarz handelt, der in Ardorf abgebaut werden soll. Deshalb ist für das weitere Vorgehen das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld (LBEG) zuständig. Landrat Holger Heymann kündigte an, dass man die Sorgen der Bürger sehr ernst nehme. Er werde Ardorf bei einem Gespräch mit LBEG-Chef An-dreas Sikorski Ende Februar in Hannover zum Thema machen.