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    Veröffentlicht: 14.04.2019
    LINA

    Kant- und Bandmarkt: Das Paradies der Raritäten


    Fest auch in diesem Jahr gut besucht
    Lassen sich den Kant- und Bandmarkt   ©LINA BROMBA
    Lassen sich den Kant- und Bandmarkt   ©LINA BROMBA
    WESTERHOLT
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    Für Helene Quidde hat sich der Besuch auf dem Kant- und Bandmarkt in Westerholt mehr als gelohnt: Am Haushaltswarenstand von Ulrich Hinrichs findet die Auricherin das, was sie schon so lange gesucht hat – eine Rosshaar-Tassenbürste. Prompt wandert das gute Stück in die Tasche der Rentnerin. „Woanders bekommt man die nicht“, ist sich die gebürtige Nenndorferin sicher, die wie in jedem Jahr den Traditionsmarkt besucht. Denn dafür ist dieser bekannt: die ungewöhnlichen Schätze, die sich an den zahlreichen Flohmarktständen verbergen.


    Derweil wirft Jörg Martini den Blick in den Kofferraum eines Neuwagens. „Hier ist es immer schön“, erklärt der Osteraccumer. Besonders die ausgestellten Autos interessieren ihn. Dieses rege Interesse freut besonders Uwe Janssen vom Fahrzeughaus Eilhusen und Wilken. Nach dem Kant- und Bandmarkt ergeben sich noch etwa fünf bis zehn Anschlussgespräche erklärt er. Mit der Resonanz des gestrigen Sonntages, der Tag mit dem größten Besucheransturm, ist er zufrieden – spielt an diesem doch auch das Wetter mit.


    Dass das auch ganz anders aussehen kann, wurde erst einen Tag zuvor deutlich – der April machte seinem Ruf alle Ehre. Dunkle Wolken, Regen und Schnee sorgten dafür, dass sich kaum ein Besucher auf dem Schützenplatz tummelte. Auch bei den Landfrauen, die fleißig Kuchen gebacken hatten und diesen im Schützenhaus verkaufen wollten, sah es mau aus. Eine einsame Seele ließ sich zur Mittagszeit den Kuchen schmecken. Wie gut, dass sich die fleißigen Bäckerinnen gestern vor Bestellungen kaum retten konnten.