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    Veröffentlicht: 10.01.2019
    JW

    Grüne wollen „MSC Zoe“-Havarie im Bundestag thematisieren


    Nach Sturmtief „Benjamin“ nehmen Kräfte die Suche nach Treibgut an Inselstränden wieder auf
    Filiz Polat Bündnis 90Die Grünen will das Thema auf die Agenda des Verkehrsausschusses bringen.   ©STEFAN KAMINSKI/ARCHIV
    Filiz Polat Bündnis 90Die Grünen will das Thema auf die Agenda des Verkehrsausschusses bringen.   ©STEFAN KAMINSKI/ARCHIV
    BORKUM/BERLIN
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    Nachdem das Sturmtief „Benjamin“ Richtung Ostseeküste weitergezogen ist, hat das Havariekommando an den Stränden der Inseln die Suche nach Treibgut wieder aufgenommen, das aus Containern des Frachters „MSC Zoe“ angespült worden sein könnte. Auf Borkum wurde mit Kettenfahrzeugen der Strand abgefahren. Die Helfer wurden hier ebenso fündig, wie auf anderen Inseln.


    Unterdessen haben die Grünen angekündigt, den Zwischenfall auf dem Frachter, der vorige Woche bei stürmischer See auf dem Weg nach Bremerhaven 281 Container verloren hatte, auf die Tagesordnung des Verkehrsausschusses des Bundestages zu setzen. Die regional zuständige Bundestagsabgeordnete Filiz Polat und die Sprecherin für maritime Wirtschaft, Claudia Müller, fordern eine umfassende, transparente und schnelle Aufklärung durch die Bundesregierung. Entsprechende parlamentarische Fragen sind ebenfalls an die Bundesregierung gestellt. Der Vorfall müsse bis ins letzte Detail aufgeklärt werden. Politisch stellten sich ebenfalls einige Fragen, etwa ob das Havariekommando für solche Zwischenfälle optimal ausgerüstet ist – finanziell und personell, so Filiz Polat. Und Claudia Müller ergänzt: „Die Bundesregierung muss sich dringend um die Einrichtung einer einheitlichen Küstenwache kümmern.“ Es sei fraglich, ob die heutige Struktur mit den verschiedenen Zuständigkeiten wirklich ausreichend schlagkräftig sei, wenn es einmal darauf ankomme. „Vor allem schwere Havarien bei immer größer werdenden Containerschiffen bereiten mir Sorgen.“


    An den Stränden von Borkum, Norderney und inzwischen auch Juist wird immer mehr Ladung der „MSC Zoe“ angeschwemmt.