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    Veröffentlicht: 05.12.2018
    AH

    Fehnker Spaoßmaokers spielen Theater – Witzig, frech und etwas frivol


    Heimliche Liebschaften und verrücktes Klinikpersonal
    Amanda Gunda Diekmann, r. ist entsetzt von den Heilmethoden in der Klinik von Dr. Scheinheiler Dietmar Pollmann, l.. Die Psychologin Silvia Behrends-Daudert und ihr Patient Johnny Menno Willms lassen sich nicht stören.   © JOHANNES HESPEN
    Amanda Gunda Diekmann, r. ist entsetzt von den Heilmethoden in der Klinik von Dr. Scheinheiler Dietmar Pollmann, l.. Die Psychologin Silvia Behrends-Daudert und ihr Patient Johnny Menno Willms lassen sich nicht stören.   © JOHANNES HESPEN
    WIESEDERFEHN
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    Bis auf den letzten Platz besetzt war das frisch renovierte Dorfgemeinschaftshaus der Wiesederfehner: Die Dorfgemeinschaft hatte zum ersten ihrer Klönabende eingeladen, die geprägt werden durch die Theatervorstellung der „Fehnker Spaoßmaokers“.


    Witzig, frech und ein bisschen frivol – die plattdeutsche Komödie um heimliche Liebschaften und verrücktes Klinikpersonal, die die Theatergruppe um Karin und Erich Wallmann einstudiert hat, begeisterte die Anwesenden. „Verrückte hebbt dat ok nich licht“ ist eine Komödie von Bernhard Spehling in der plattdeutsche Fassung von Bolko Bullerdiek.


    Johnny Dubbelsteen (Menno Willms) hat nur ein Ziel: der lästigen Arbeit Zeit seines Lebens zu entgehen. So täuscht er merkwürdiges Verhalten vor und lässt sich bei Prof. Dr. Scheinheiler (Dietmar Pollmann) in eine Kurklinik einweisen, um den Ärzten das sehnlich begehrte Attest zu entlocken. Leider werden durch Missverständnisse und durch Begegnungen mit anderen Patienten erste Hürden deutlich, die Umsetzung seiner Idee gestaltete sich weitaus schwieriger als zunächst angenommen.


    Als Patienten überzeugen Andre Röpkes, der eindrucksvoll einen depressiven jungen Mann mimt, sowie Kenneth Klüver als pfiffiger, stets zu Handelsgeschäften aller Art bereiter Mann mit ausgeprägtem türkischen Akzent. Schrulliges Krankenhauspersonal wie die fragwürdige Psychologin (Silvia BehrendsDaudert), eine allzu eifrig massierende Masseuse (Tanja Herrmann), der flippige „Sozialdienstler“ (Daniel Behrends) und die Krankenschwester (Lea Hespen) steigern die skurrilen Zustände in der Klinik. Als Johnnys Freund (Hannes Diekmann) den Besuch von Johnnys Frau (Gunda Diekmann) ankündigt, wird die Lage brenzlig.


    Der Saal des Dorfgemeinschaftshauses war liebevoll dekoriert und vermittelte den Gästen eine gemütliche vorweihnachtliche Atmosphäre. In geselliger Runde bei einem Köpke Tee und leckerem Kuchen entstand schnell die besondere Stimmung. Viele Besucher kommen schon seit Jahren regelmäßig zu den Veranstaltungen. Für den 2. Advent-Sonntag steht noch eine geringe Anzahl an Plätzen zur Verfügung, eine Anmeldung unter T 04944 / 6308 ist erforderlich