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    Veröffentlicht: 06.12.2017
    BUM

    Das Kapitänshaus in Westeraccumersiel hat viel zu erzählen


    Finanzierung zum Umbau Am Alten Hafen steht – 98 Prozent Fördermittel
    Architektin Luise Fauerbach-Geiken nahm den „Fresena“-Scheck von Walter Vienna entgegen (links), während Harald Lesch Helga Wiechers den Stiftungs-Scheck überreichte (rechts).  ©HELMUT BURMANN
    Architektin Luise Fauerbach-Geiken nahm den „Fresena“-Scheck von Walter Vienna entgegen (links), während Harald Lesch Helga Wiechers den Stiftungs-Scheck überreichte (rechts).  ©HELMUT BURMANN
    WESTERACCUMERSIEL
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    Die Finanzierung des Umbaus des ehemaligen Kapitänshauses Am Alten Hafen 1 in Westeraccumersiel steht. Den letzten Rest, wie es Architektin Luise Fauerbach-Geiken nannte, steuerten am Mittwoch die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland in Höhe von 10000 Euro sowie die Volksbank „Fresena“ mit 1200 Euro bei.


    Drei Jahre habe man gebraucht, um die Finanzierung eines der letzten nahezu original erhaltenen Backsteingebäude im Deich festzumachen, so Fauerbach-Geiken. Es habe wunderbar geklappt und die ersten Aufträge seien vergeben worden. Insgesamt hat es sechs Zuwenderpakete gegeben, wodurch 98 Prozent der Förderung erreicht wurde. Die Maßnahmen wurden gesplittet, und auch hiesige Firmen mit erfahrenen Handwerkern eingesetzt. Aber auch das ehrenamtliche Engagement war bisher groß. 1500 freiwillige Stunden zählte die Diplom-Ingenieurin auf. Bei den Ehrenamtlichen hob sie besonders Axel Heinze hervor, der „überall seine Finger drin hat“.


    Das Haus habe viele Geschichten zu erzählen, so stamme der älteste Balken aus dem Jahre 1642, das Haus selber von 1696. Der Umbau ist laut der Architektin jetzt finanziell zwar abgedeckt, doch besteht noch weiterer Geldbedarf, da es noch andere Bauteile gäbe, wie beispielsweise das Inventar.


    Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung, lobte im Beisein vieler Gäste und Unterstützer den professionell eingereichten Antrag der Karl-Heinz-Wiechers-Stiftung, der Eigentürmerin des Gebäudes, das später als Zwei-Siele-Museum genutzt werden soll.


    In seiner Zeit als Bundestagsmitglied hat sich Heiko Schmelzle dafür stark gemacht, dass der erste von insgesamt sechs Fördersteinen ins Rollen kam. Ihm galt ein besonderer Dank der Architektin, den der heutige Norder Bürgermeister nur zurückgeben konnte. Er lobte die Hartnäckigkeit von Luise Fauerbach-Geiken, die er mit der eines Terriers verglich.


    „Wenn alle an einem Strang und in dieselbe Richtung ziehen, dann kann so etwas dabei herauskommen“, lobte MdL Jochen Beekhuis, der weitere Unterstützung versprach, wenn diese erforderlich sei. Über viel Historie in Dornum freute sich dessen Bürgermeister Michael Hook, dessen besonderer Dank daher auch der Wiechers-Stiftung galt.