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    Veröffentlicht: 14.04.2019
    AH

    Brexit befördert Einbürgerungen: Mehr Briten werden zu Niedersachsen


    Einige Briten tauschen den Union Jack gegen die deutsche Flagge.  ©PIXABAY
    Einige Briten tauschen den Union Jack gegen die deutsche Flagge.  ©PIXABAY
    WILHELMSHAVEN/EMDEN
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    Das Brexit hinterlässt auch seine Spuren in der Region: Die Zahl der Einbürgerungen von Briten in Niedersachsen hat im ersten Quartal 2019 neue Höchststände erreicht. Eine aktuelle Stichprobe in zehn niedersächsischen Städten, die das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung gemacht hat, weist für fünf Städte aus, dass die Vorjahreswerte bereits Ende März erreicht waren. In vier Städten liegen demnach die Werte im ersten Quartal 2019 sogar doppelt so hoch wie die Jahreswerte 2018.


    Dieser Trend zeigt sich auch in den Städten Wilhelmshaven und Emden: Während in der Jadestadt die Gesamtzahl der Einbürgerungen im Jahr 2017 noch bei drei und 2018 schon bei zehn lag, zeigt die Stichprobe, dass der Wert aus dem vergangene Jahr bereits im ersten Quartal 2019 erreicht wurde. In Emden hat sich die Zahl der Einbürgerungen in diesem Jahr sogar auf vier verdoppelt (2017: zwei ; 2018: zwei).


    Damit setzt sich ein Trend fort, der 2016 – dem Jahr des Brexit-Referendums im Vereinigten Königreich – einsetzte. 2015 hatten sich landesweit laut Ministerium lediglich 63 Personen britischer Herkunft in Niedersachsen einbürgern lassen. 2016 waren es 295 und 2017 bereits 672.