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    Veröffentlicht: 09.09.2019
    TOB

    Aurich feiert großes Comeback


    Nach 3:9-Rückstand kommt der OHV zurück und gewinnt 28:26
    Josip Crnic feiert mit seiner Mannschaftskollegen den Sieg über das  Team Handball Lippe II Die Erleichterung ist ihm anzusehen.  ©THOMAS BREVES
    Josip Crnic feiert mit seiner Mannschaftskollegen den Sieg über das Team Handball Lippe II Die Erleichterung ist ihm anzusehen.  ©THOMAS BREVES
    AURICH
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    Nach 15 Spielminuten ist es ruhig in der Sparkassen-Arena gewesen. Der OHV Aurich lag in seinem Drittliga-Spiel gegen das Team Handball Lippe II mit 3:9 Toren zurück. Den Ostfriesen wollte irgendwie am Sonntagnachmittag so gar nichts gelingen. Im Angriff fehlte ein Konzept, die Spieler von Trainer Arek Blacha verzettelten sich in Einzelaktionen und hatten damit nur wenig Erfolg. In der Abwehr bekamen sie keinen Zugriff, ließen dem gegnerischen Kreisläufer zu viel Raum und waren irgendwie immer einen Schritt zu spät.


    Das Lemgoer Reserveteam spielte seine Angriffe hingegen ruhig, routiniert und lange aus, um dann doch erfolgreich zuzuschlagen. Rein überhaupt nichts ließ darauf schließen, dass sich daran noch etwas ändern könnte. Doch dann zog Arek Blacha die Grüne Karte. Während der Auszeit sortierte er sein Team neu, brachte Wilke de Buhr und Paul Jordan frische Spieler für den Rückraum und fand auch ansonsten scheinbar die richtigen Worte. Die Auricher wachten auf und schafften es bis zur Pause, auf 9:12 aufzuschließen. Was dann kam, war nichts für schwache Nerven. „So ein Rückstand ist schwer aufzuholen, aber wir hatten zum Schluss das Spiel über den Kreis verhindert. Deshalb sind wir optimistisch aus der Kabine gekommen“, sagte Blacha. Der Optimismus war berechtigt. Denn plötzlich war die Spielfreude der Ostfriesen da. Der OHV kam ran, hatte schnell auf 13:14 aufgeschlossen und hatte beim 18:18 den Ausgleich geschafft. Und setzte sich dann sogar auf 25:21 ab. Noch waren sieben Minuten zu spielen. Die Partie war ein Musterbeispiel dafür, wie schnell es im Handball gehen kann. Denn die Nordrhein-Westfalen gaben noch nicht auf. Sie glichen zum 25:25 aus. Die Partie drohte spätestens dann zu kippen, als die schwachen Unparteiischen Oliver Staszewski und Wilke de Buhr vom Platz stellten. Doch Routinier Kevin Wendlandt behielt die Nerven, markierte das 26:25 und die OHV-Abwehr hielt stand. Jonas Schweigart besiegelte mit einem verwandelten Siebenmeter den 28:26-Erfolg mit der Schlusssirene.