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    Veröffentlicht: 20.03.2017

    Moorweger Chronik Grundlage für Sachunterricht


    Autoren und Bürgermeister übergeben Klassensatz an die Schüler der vierten Klasse
    25 Exemplare der Chronik von Moorweg für den Sachunterricht übergaben stehend von links die Autoren Axel Heinze und Professor Dr. Karl-Ernst Bungenstab und Bürgermeister Jürgen Schröder gestern an die Grundschule Esens-Süd, Standort Dunum.  ©KLAUS HÄNDEL
    25 Exemplare der Chronik von Moorweg für den Sachunterricht übergaben stehend von links die Autoren Axel Heinze und Professor Dr. Karl-Ernst Bungenstab und Bürgermeister Jürgen Schröder gestern an die Grundschule Esens-Süd, Standort Dunum.  ©KLAUS HÄNDEL
    DUNUM
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    „Den kenne ich, der steht bei uns im Wald“, sagt ein Schüler der vierten Klasse an der Grundschule Esens-Süd am Standort Dunum, als er neugierig die Chronik der Gemeinde Moorweg aufschlägt. Gemeint ist eine große uralte Eiche im Schooer Wald.


    Damit scheint das Interesse an der Moorweger Chronik, verfasst von Axel Heinze und Professor Dr. Karl-Ernst Bungenstab, geweckt. Um den heimatkundlichen Sachunterricht anzukurbeln, überreichten sie und Moorwegs Bürgermeister Jürgen Schröder gestern einen Klassensatz von 25 Exemplaren. Die Kinder aus Dunum besuchen den Kindergarten in Moorweg-Neugaude, die Moorweger Kinder anschließend die Grundschule in Dunum. Die Chronik soll ihnen, aber auch den Lehrkräften die Entwicklung der Gemeinde Moorweg ein Stück näher bringen. Entstanden ist ein Geschichtsbuch, basierend auf 20 Jahren Projektarbeit sowie einem Jahr chronistischer Feinarbeit, erklärte Axel Heinze bei der Übergabe an Paul Schulze. Der Schwerpunkt liege auf der Moorkolonisation. Damit verbunden ist die spannende Geschichte vom „Schatz vom Schoo“. Dabei handelt es sich um den Fund von mehr als 600 Münzen, geprägt vor 1400. „Ein Kolonist hat die Münzen in den 1920-er Jahren gefunden. Die Fundstelle gehörte zum ehemaligen Klosterland“, so Heinze. Man geht davon aus, dass ein Abt die Münzen beiseite geschafft hat. Der Abt soll später bei einer Überfahrt über die Elbe bei Hamburg ertrunken sein. So habe er selbst seinen Schatz nicht mehr heben können.


    Die historischen Münzen kamen ins Münzkabinett nach Berlin. Zehn dieser Münzen wurden jetzt dem Museum „Leben am Meer“ in Esens für eine Sonderausstellung zur Verfügung gestellt, die am kommenden Sonnabend, 25. März, um 11 Uhr eröffnet wird.