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    Veröffentlicht: 06.10.2017
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    Kunsthalle Wilhelmshaven stellt Arbeiten des Bremer Malers Norbert Schwontkowski aus


    Bilder voller Hintersinn und Melancholie
    Die Kunsthalle zeigt Werke des Bremer Künstlers Norbert Schwontkowski.   ©RUDI KNOTHE/ARCHIV
    Die Kunsthalle zeigt Werke des Bremer Künstlers Norbert Schwontkowski.   ©RUDI KNOTHE/ARCHIV
    WILHELMSHAVEN
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    Arbeiten des Bremer Malers Norbert Schwontkowski (1949 bis 2013) sind von diesem Sonntag, 8. Oktober, an in der Kunsthalle Wilhelmshaven zu sehen. Unter dem Titel „Dem Tod ins Gesicht gelacht“ zeigt das Haus 40 Gemälde aus drei Jahrzehnten, die alle aus der Privatsammlung des Frankfurter Arztes Josef Lindenberger stammen. Es seien Bilder voller Hintersinn, Melancholie und Humor, heißt es in einer Ankündigung der Kunsthalle. Die Schau war zuvor vom 2. Juli bis 10. September im niederrheinischen „Museum Goch“ zu sehen.


    Der Titel der Ausstellung spielt an auf die Bezeichnung eines für Schwontkowski typischen Gemäldes aus dem Jahr 1994. Es zeigt vor fahl-grauem Grund eine Achterbahn, ein fragiles Gerüst auf dem die Bahn ihre endlosen Runden dreht.


    Die meist gegenständlich-lakonischen Themen seiner Malereien spielen mit dem Unbewussten und Surrealen. Oft erzählen sie Geschichten um existenzielle Fragen. Figuren und Motive schweben in weiten Räumen und sind mit vielfältigen Mitteln ins Bild gesetzt, gerne augenzwinkernd. „Von rostigen Beimischungen herrührende Grundtöne der Farbe und der feine Strich des Pinsels geben den künstlerischen Takt“, erläuterte Kunsthallen-Sprecherin Silke Mischok.


    Schwontkowski wurde als eines von fünf Kindern in einem katholischen Elternhaus geboren und wollte zuerst Priester werden. Er lernte dann aber Schaufenstergestalter und studierte später in seiner Heimatstadt Bremen und in Hamburg Freie Kunst. 2013 starb Norbert Schwontkowski in Bremen im Altern von 64 Jahren an Krebs.