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    Veröffentlicht: 15.03.2017
    DK

    Kavernen: Abstände sind Streitthema


    BI fordert 184 Meter Abstand zu Häusern
    Thema in der Kavernenbeiratssitzung in Etzel waren die erforderlichen Sicherheitsabstände.  ©DETLEF KIESÉ
    Thema in der Kavernenbeiratssitzung in Etzel waren die erforderlichen Sicherheitsabstände.  ©DETLEF KIESÉ
    ETZEL
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    In der Kavernenbeiratssitzung von Storag Etzel stritt man sich am Mittwoch um die erforderlichen Sicherheitsabstände zu Gaskavernen. Nach dem Dafürhalten von Storag-Bereichsleiter Hans-Joachim Schweinsberg und Burkhard Grundmeier vom Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) ist der in der Störfallverordnung vorgegebene Abstand von 90 Metern zur nächsten Wohnbebauung ausreichend.


    Das sah Andreas Rudolph von der BI „Lebensqualität“ allerdings anders. Er brachte ein Gutachten von Diplom-Physiker Waldemar Witt ins Gespräch ein. Der ermittelte einen Mindestabstand von 184 Metern stützte sich bei seinen Berechnungen jedoch auf andere Annahmen – wie zum Beispiel einen Rohrdurchmesser von 34 Zentimetern.


    „Das waren allerdings falsche physikalische Ansätze“, hielt Schweinsberg dagegen und stellte sich hinter das konservative Berechnungsmodell Burkhard Grundmeiers.


    Nach Austausch der Positionen konnte der Widerspruch hinsichtlich der Abstände nicht ausgeräumt werden. BI-Vorsitzender Dr. Arendt Hindriksen merkte an, dass es sich beim BVEG um einen „Lobbyverein mit wirtschaftlichen Interessen“ handelt. 

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