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    Veröffentlicht: 10.10.2017
    AH

    „Hausbesuch“ der Grünen-Kandidatin Ulrike Maus in Blomberg


    Ulrike (Ulli) Maus.   ©ARCHIV
    Ulrike (Ulli) Maus.   ©ARCHIV
    BLOMBERG/MOORWEG
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    Eine etwas andere Form des Wahlkampfes probierte die Landtagskandidatin Ulrike (Ulli) Maus aus. Bürger konnten sie zu sich nach Hause einladen, zum direkten Gespräch. So machten sich Maus und Grünen-Kreisvorstandssprecher Arendt Hindriksen auf dem Weg zu Ehepaar Voss aus Blomberg.


    Ihne Voss hat dort ein Stück Land seiner Eltern sich selbst überlassen. „Naturschutz durch Nichtstun“, nennt er das. Auslösend war, dass der Handwerker bei Fahrten über Land bemerkte, dass „die Natur immer weniger bunt und belebt“ ist. Seitdem beschäftigt er sich mit dem Artensterben. Sein Land ist nun seit 15 Jahren sich überlassen – mittlerweile ist eine ganz eigene Landschaft entstanden: Laubwald, Moor, Wildwiese.


    Der damals junge Vater baute mit seiner Familie vor 36 Jahre auch ein Nullenergiehaus. Der Wald auf dem Biotop ist die energetische Grundlage und gleichzeitig die Kohlendioxid-Kompensation für die Holzgasheizung, die das ganze Haus als Fußbodenheizung versorgt. Die selbstgebaute erste Windenergieanlage Ostfriesland ist nach 20 Jahren Dienst nun im Repowering aufgegangen. Das Wasser wird ebenfalls erneuerbar mit Sonne erwärmt.


    „Woher haben sie das ganze technische Wissen um das alles zu bauen?“, fragte Hindriksen. „Alles angelesen“, so die knappe Antwort. Ehepaar Voss hofft, dass alle merken, „wie sehr unsere Erde sich verändert und etwas tun, um das laufenden ,Riesenexperiment Aufheizung’“ zu stoppen“.